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Neue Editionen aus dem Werk von Carmen Sylva erschienen im ibidem-Verlag

herausgegeben von Silvia Irina Zimmermann:

Details: www.carmen-sylva.de/literatur

carmensylva-elisabeth-koenigin-rumänien-editionen-zimmermann

 

 

 

weitschauen

„Gott lieben lehrt weit schauen, und weit schauen heißt: Das Gute von Ferne erkennen, das sich aus dem Bösen gewinnen läßt.“

 

Aus: „Seelengespräche“ von Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien, 1843-1916)

 

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Buchprojekt:

Carmen Sylva: Seelengespräche. Andachten, erbauliche Schriften und Lyrik.

 

 

maideparte

„Iubirea de Dumnezeu ne învaţă să privim mai departe, iar a privi mai departe înseamnă: A recunoaşte din depărtare binele, care poate fi dobândit din rău.“

Din: „Cuvinte sufleteşti“ de Carmen Sylva (Regina Elisabeta a României, 1843-1916).

Traducere din germană de Silvia I. Zimmermann.

Die Reiseroute von Maximilian zu Wied-Neuwied in den Jahren 1832 bis 1834 in Nordamerika ist mit roter Farbe eingetragen, Orange markiert Grenzverläufe. Karte aus dem Werk: Maximilian zu Wied-Neuwied: Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834, 2 Textbände und 1 Bildatlas mit Illustration von Karl Bodmer, J. Hölscher, Koblenz 1839–1841. (Bildquelle: Wikipedia)

Die Reiseroute von Maximilian zu Wied-Neuwied in den Jahren 1832 bis 1834 in Nordamerika ist mit roter Farbe eingetragen, Orange markiert Grenzverläufe.
Karte aus dem Werk: Maximilian zu Wied-Neuwied: Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834, 2 Textbände und 1 Bildatlas mit Illustration von Karl Bodmer, J. Hölscher, Koblenz 1839–1841. (Bildquelle: Wikipedia)

„[Mein Großonkel Maximilian] sprach nie von seinen Arbeiten und saß doch zwölf Stunden des Tages am Schreibtisch, von sechs bis sechs. Unaufgefordert erzählte er niemals von seinen Reisen, auch nicht von den Ehren und Auszeichnungen, die ihm zuteil geworden. Das erfuhren wir alles erst nach seinem Tode. Was ihm Freude machte, das waren seine Sammlungen, und ich bin noch immer untröstlich, dass meine Mutter als Vormünderin diese Sammlungen nach Amerika verkaufte, weil sie niemanden hatte, um sie in Ordnung zu halten, und weil sie fürchtete, sie würden verderben und ganz an Wert verlieren. Mit seinem sechsten Jahre hatte mein Onkel angefangen zu sammeln und hatte viele Seltenheiten zusammengebracht, namentlich was Vögel anbetraf.

Stets war es uns eine außerordentliche Freude gewesen, wenn wir seine Sammlungen mit ihm betrachten durften, wenn er uns erlaubte, den Tomahak und den Bumerang in die Hand zu nehmen und die Paradiesvögel anzustaunen. Kamen neue Stücke an, so war er stets in unbeschreiblicher Aufregung, froh wie ein Kind vor Weihnachten. […]

Ewig schade ist es, dass, als mein Onkel seine große Reise nach Nordamerika antrat, bei der ihn der hervorragende Maler und Aquarellist Bodmer begleitete, er nicht Chamisso gestattete, mitzukommen, da er verächtlich behauptete, er könne nicht Dichter gebrauchen. Und gerade durch diesen Dichter wäre seine Reise viel bekannter geworden als durch sein sehr gewissenhaftes und eingehendes, aber etwas trockenes Werk.“

Aus: Carmen Sylva: „Mein Großonkel Maximilian“ (1912)

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Buch in Vorbereitung:

Carmen Sylva: Heimweh ist Jugendweh. Kindheits- und Jugenderinnerungen.
Herausgegeben, kommentiert und eingeleitet von Silvia Irina Zimmermann und Bernd Willscheid, ca. 200 S., voraussichtliches Erscheinen: Frühjahr 2016.

frei

„Andere meinen, sie kämpfen, sie haben beinahe gesiegt; aber ihre Nebenmenschen seien hart und lieblos gegen sie und verstehe sie nicht.

Wenn du nicht verstanden wirst, so ist es in dir nicht hell. Was wartest du denn darauf, dass die anderen dich verstehen? Begreife du die anderen!

Was hilft dir aller Wille, aller Kampf, alle Erfahrung, wenn sie dir nicht die Augen öffnen über der anderen Leiden und Bedürfnisse, Wünsche und Befürchtungen?

Solange du dich unverstanden wähnst, bist du immer noch mit dir beschäftigt und hast noch keinen Sieg errungen.

Siegen heißt frei werden. Und frei werden heißt vor allem von sich selbst frei sein durch die Fähigkeit zu geben, zu tragen, zu helfen, zu stützen.“

***

Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva), 1843-1916

Aus: „Seelengespräche“ (1900)

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