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Freude über den ersten Band der Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs.

Mein Dank an den ibidem-Verlag für die gute Zusammenarbeit!

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Neue Editionen aus dem Werk von Carmen Sylva erschienen im ibidem-Verlag

herausgegeben von Silvia Irina Zimmermann:

Details: www.carmen-sylva.de/literatur

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Die Reiseroute von Maximilian zu Wied-Neuwied in den Jahren 1832 bis 1834 in Nordamerika ist mit roter Farbe eingetragen, Orange markiert Grenzverläufe. Karte aus dem Werk: Maximilian zu Wied-Neuwied: Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834, 2 Textbände und 1 Bildatlas mit Illustration von Karl Bodmer, J. Hölscher, Koblenz 1839–1841. (Bildquelle: Wikipedia)

Die Reiseroute von Maximilian zu Wied-Neuwied in den Jahren 1832 bis 1834 in Nordamerika ist mit roter Farbe eingetragen, Orange markiert Grenzverläufe.
Karte aus dem Werk: Maximilian zu Wied-Neuwied: Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834, 2 Textbände und 1 Bildatlas mit Illustration von Karl Bodmer, J. Hölscher, Koblenz 1839–1841. (Bildquelle: Wikipedia)

„[Mein Großonkel Maximilian] sprach nie von seinen Arbeiten und saß doch zwölf Stunden des Tages am Schreibtisch, von sechs bis sechs. Unaufgefordert erzählte er niemals von seinen Reisen, auch nicht von den Ehren und Auszeichnungen, die ihm zuteil geworden. Das erfuhren wir alles erst nach seinem Tode. Was ihm Freude machte, das waren seine Sammlungen, und ich bin noch immer untröstlich, dass meine Mutter als Vormünderin diese Sammlungen nach Amerika verkaufte, weil sie niemanden hatte, um sie in Ordnung zu halten, und weil sie fürchtete, sie würden verderben und ganz an Wert verlieren. Mit seinem sechsten Jahre hatte mein Onkel angefangen zu sammeln und hatte viele Seltenheiten zusammengebracht, namentlich was Vögel anbetraf.

Stets war es uns eine außerordentliche Freude gewesen, wenn wir seine Sammlungen mit ihm betrachten durften, wenn er uns erlaubte, den Tomahak und den Bumerang in die Hand zu nehmen und die Paradiesvögel anzustaunen. Kamen neue Stücke an, so war er stets in unbeschreiblicher Aufregung, froh wie ein Kind vor Weihnachten. […]

Ewig schade ist es, dass, als mein Onkel seine große Reise nach Nordamerika antrat, bei der ihn der hervorragende Maler und Aquarellist Bodmer begleitete, er nicht Chamisso gestattete, mitzukommen, da er verächtlich behauptete, er könne nicht Dichter gebrauchen. Und gerade durch diesen Dichter wäre seine Reise viel bekannter geworden als durch sein sehr gewissenhaftes und eingehendes, aber etwas trockenes Werk.“

Aus: Carmen Sylva: „Mein Großonkel Maximilian“ (1912)

* * *

Buch in Vorbereitung:

Silvia Irina Zimmermann, Bernd Willscheid (Hg.): Heimweh ist Jugendweh. Kindheits- und Jugenderinnerungen von Carmen Sylva, Königin Elisabeth von Rumänien, geborene Prinzessin zu Wied (1843-1916), ca. 200 S., voraussichtliches Erscheinen: Frühjahr 2016.

frei

„Andere meinen, sie kämpfen, sie haben beinahe gesiegt; aber ihre Nebenmenschen seien hart und lieblos gegen sie und verstehe sie nicht.

Wenn du nicht verstanden wirst, so ist es in dir nicht hell. Was wartest du denn darauf, dass die anderen dich verstehen? Begreife du die anderen!

Was hilft dir aller Wille, aller Kampf, alle Erfahrung, wenn sie dir nicht die Augen öffnen über der anderen Leiden und Bedürfnisse, Wünsche und Befürchtungen?

Solange du dich unverstanden wähnst, bist du immer noch mit dir beschäftigt und hast noch keinen Sieg errungen.

Siegen heißt frei werden. Und frei werden heißt vor allem von sich selbst frei sein durch die Fähigkeit zu geben, zu tragen, zu helfen, zu stützen.“

***

Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva), 1843-1916

Aus: „Seelengespräche“ (1900)

liber

„Alţii spun că ei se luptă, că sunt aproape de biruinţă, dar aproapele lor e nemilostiv şi fără iubire către dânşii, şi lumea nu-i înţelege.

Dacă lumea nu te pricepe, în tine nu e lumină. Dar atunci de ce aştepţi ca alţii să te înţeleagă? Pricepe tu pe alţii!

Căci nu-ţi sunt de folos, oricâtă voinţă ai avea, oricâtă luptă, oricâtă cunoştinţă de lume, dacă toate acestea nu-ţi luminează ochii ca să vezi suferinţele, lipsele, dorinţele şi neodihna altora.

Până când eşti încredinţat că nu te înţelege lumea, până atunci nu te cunoşti pe tine însuţi şi încă n-ai câtştigat nici o biruinţă.

A birui înseamnă a fi liber. Şi a fi liber înseamnă a se mântui întâi de toate de sine însuşi, apoi de alţii, şi a dobândi astfel putinţa de a da, de a suferi, de a ajuta, de a sprijini.“

***

Regina Elisabeta a României (Carmen Sylva), 1843-1916

Din: „Cuvinte sufleteşti“ (1888).

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„Kein Beruf ist schön, wenn Du ihn nicht verschönst. Der König kann seinen Thron verunehren und in den Schmutz ziehen, und der Köhler kann seinen Meiler zu einem Altar erheben, darauf er sich täglich opfert, den Seinen, der Pflicht. Nicht die Erscheinung ist schön, sondern der Gedanke. Der Gedanke ist erhaben, nicht die Stellung. Der Gedanke ist Herrscher, nicht der Mensch.“*

Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva), 1843-1916

* Ausschnitt aus: „Seelengespräche“ (1900)

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