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„Das größte Glück und das größte Unglück ist, wunschlos zu sein.“

„Cea mai mare fericire si cea mai mare nenorocire este să nu mai ai nicio dorinţă.“

Carmen Sylva. Regina Elisabeta a României (1843-1916)

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„Stets war es uns eine außerordentliche Freude gewesen, wenn wir seine Sammlungen mit ihm betrachten durften, wenn er uns erlaubte, den Tomahak und den Bumerang in die Hand zu nehmen und die Paradiesvögel anzustaunen. Kamen neue Stücke an, so war er stets in unbeschreiblicher Aufregung, froh wie ein Kind vor Weihnachten.

Niemand weiß, welche Opfer er in der Stille brachte, ohne ein Wort der Klage. Er hatte, wie alle nachgeborenen Prinzen, nur eine kleine Apanage, von der ihm sein lebelang Abzüge gemacht wurden, um die Reisekosten zu bezahlen, die mein Großvater6 für ihn ausgelegt. Nie sagte er, wie gern er wieder reisen möchte, und wenn andere davon sprachen, so schwieg er. Wir haben nicht darüber nachgedacht, wie gelassen er die Armut und das Gebundensein hinnahm, und wie er sein kindliches Gemüt bewahrt hatte, denn wir fanden es ganz natürlich, dass die Nachgeborenen sich dem Hause opferten und das Vermögen nicht in Gefahr bringen durften.

Mir kommt es jetzt manchmal unglaublich vor, dass die Familie die Ehre hatte, einen solchen Gelehrten zu besitzen, und dass sie keine weiteren Opfer für ihn bringen wollte! Aber das Jahr achtundvierzig hatte schwere materielle Verluste gebracht und das Vermögen erheblich vermindert, dass es kaum möglich war, weite Reisen auszurüsten.“

 

Carmen Sylva (Elisabeth zu Wied, Königin von Rumänien, 1843-1916): Mein Großonkel Maximilian

 

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Ausschnitt aus dem Buch:

Heimweh ist Jugendweh. Kindheits- und Jugenderinnerungen der Elisabeth zu Wied (Carmen Sylva)“

Herausgegeben, kommentiert und eingeleitet von Silvia lrina Zimmermann und Bernd Willscheid. Mit einem Vorwort I.D. Isabelle Fürstin zu Wied.

[Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva – Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 4], 335 S., Stuttgart: ibidem-Verlag, 2016, ISBN: 978-3-8382-0814-5.

 

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„Şi a doua zi, piatra fundamentală era pusă. Muzica militară cântă marşuri, ecourile răspunseră din fundul pădurilor; preoţii ziseră rugăciuni, stropind pietrele cu apă sfinţită, pentru ca de aci încolo să nu le mai vatăme duhurile necurate.
Erau acolo şi ofiţeri şi ţărani şi boieri şi haine scumpe; iar noi ne îmbrăcaserăm în costumul ţării, cu văl lung, cu cămaşa brodată.
Ca să mă înveselească, mi‑au dat un buchet frumos; dar eu rămăsei în picioare, ascunzându‑mi faţa‑n flori, ca să nu mi se vadă lacrimile.
— Nu‑mi trebuie un castel gol, un castel fără copii, zisei buchetului meu.
Şi deodată mi se păru că aud un freamăt uşor, un murmur de-abia auzit, dar pe care‑l înţelesei, cu tot zgomotul corurilor şi al fanfarelor.
— Linişteşte‑te, nu mai plânge aşa, zicea el; ai putea să faci pe mulţi fericiţi în casa ta nouă…”

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Fragment din Robia Peleşului , o poveste autobiografică a Reginei Elisabeta a României, publicată în volumul-album:

Carmen Sylva (Regina Elisabeta a României): „Poveştile Peleşului” (Bucureşti: editura Corint, 2016). Ediţie îngrijită şi postfaţă de Silvia Irina Zimmermann cu iIlustraţii din Arhiva Princiară de Wied.

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Mit der Schriftstellerin Carmen Sylva (d.i. Elisabeth zu Wied, erste Königin von Rumänien, 1843-1916) beschäftige ich mich seit meiner Studienzeit. Meine Magisterarbeit schrieb ich 1996 über ihre „Pelesch-Märchen“ (“Der Zauber des fernen Königreichs. Carmen Sylvas ‘Pelesch-Märchen'”, Universität Marburg, 1996), die Doktorarbeit über das gesamte literarische Werk Die dichtende Königin Carmen Sylva. Selbstmythisierung und prodynastische Öffentlichkeitsarbeit durch Literatur, Univ. Marburg, 2001, digitale Publikation: Universitätsbibliothek Marburg, 2003; Buchausgabe im ibidem-Verlag, 2010).

2012 initiierte ich die Gründung einer Forschungsstelle Carmen Sylva im Fürstlich Wiedischen Archiv, die zusammen mit S.D. Carl Fürst zu Wied und Dr. Hans-Jürgen Krüger (Archivleiter) am 4. August 2012 – zunächst als Projekt zum Gedenken des 100. Todesjahres 2016 – ins Leben gerufen wurde. Die Herausgabe der Schriftenreihe der Forschungsstelle verdanke ich der jahreangen guten Kooperation mit dem ibidem-Verlag (Stuttgart), in dem ich mehrere Bücher über Carmen Sylva und Neuausgaben aus ihrem literarichen Werk veröffentlicht habe. Ebenso freut es mich, als Mitherausgeber der Schriftenreihe drei Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates der Forschungsstelle gewonnen zu haben: Dr. Hans-Jürgen Krüger, Dr. Edda Binder-Iijima und Prof. Dr. Ralf Georg Czapla.

Seit 2010 und bis ins Gedenkjahr 2016, zum 100. Todestag von Carmen Sylva, sind über 15 Bücher in Deutsch und Rumänisch zu Carmen Sylva veröffentlicht worden, bei denen ich beigetragen habe (als Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin) und mit denen an die historische Persönlichkeit und Schriftstellerin erinnert wird:

– Bücher
– Herausgeberschaften
– Bücher in rumänischer Sprache
– Beiträge in anderen Publikationen
– Übersetzungen.

Meine aktuellen Buchprojekte, die voraussichtlich 2017 und 2018 fertiggestellt sein werden, sind:

– die zweibändige Briefausgabe des rumänischen Königspaares Elisabeth und Carol I. von Rumänien (ein Buchprojekt der Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs Neuwied in Kooperation mit Arhivele Naţionale ale României, Bucuresti)

– eine Bildbiografie mit Selbstaussagen Carmen Sylvas zu ihrem Leben und dichterschen Werk.