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Silvia Irina Zimmermann: Chronologische Bibliografie der veröffentlichten Bücher Carmen Sylvas >

 

– Deutschsprachige Büchercarmen-sylva-privatsammlung-silvia-irina-zimmermann
– Französischsprachige Bücher
– Gemeinschaftswerke mit Mite Kremnitz (Pseudonym: Dito und Idem)
– Übersetzungsbände von Carmen Sylva
– Ausführliche Carmen-Sylva-Bibliografie

 

 

Silvia Irina Zimmermann: Bücher über Carmen Sylva und neue Editionen aus ihrem Werk: www.sizimmermann.de/buch.htm

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Silvia Irina Zimmermann: Kindheit und Erziehung im Schloss.
Der Altersblick in den Erinnerungen von Carmen Sylva, Marie von Ebner-Eschenbach und Lily Braun
Zum 100. Todesjahr der Schriftstellerinnen 2016

 

„Einem jungen Menschen von heute muß es schwerfallen, unsere Empfindungsweise zu begreifen. Es gibt ja kaum etwas, das sich in einer Zeit, die ich zu überdenken vermag, so verändert hätte wie die Art des Verkehrs zwischen Eltern und Kindern.“1
Marie von Ebner-Eschenbach (geb. Gräfin Dubsky, 1830-1916)
„Meine Mutter zeigte mir nach einem halben Jahrhundert ganz bewegt meine kleinen Kleidchen von damals, die sie immer aufgehoben hatte, und ich sagte ihr nicht, dass ich sie mit Schauder und Widerwillen ansah, im Gefühl der mich erwartenden Strafe für irgend ein unbewusstes Verbrechen! Die Großen finden ja immer Verbrechen, wo man an gar nichts gedacht hat, und dann stürzen die Strafen über einem herein, und man kann sich nicht einmal verteidigen, denn verteidigen wird nicht gestattet, das gilt für eine Ungezogenheit! Es ist schwer, Kind zu sein! Das habe ich immer gefunden!“2
Carmen Sylva (geb. Prinzessin Elisabeth zu Wied, verh.
Fürstin & Königin von Rumänien, 1843-1916)
„Die Erziehung ist wie eine eiserne Form, in die die weichen Kinderseelen hineingepreßt werden. Und sollte doch nur ein Stab sein, zum Halt für das junge wachsende Bäumchen. Im Leben des Kindes bedeutet das ‚Warum?‘ die Geburt des Menschen. Die Erziehung schlägt es tot, kaum daß es die Glieder regt.“3
Lily Braun (geb. Amalie von Kretschmar, 1865-1916)

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Sich an die Kindheit zu erinnern sei wie Heimweh haben, behauptet der Gedächtnisforscher Drouwe Draaisma, und offenbar liegt ein Zusammenhang zwischen dem Wunsch, seine Kindheitserinnerungen aufzuschreiben, mit einem bestimmten Alter zusammen. In seinem Buch über das Gedächtnis im Alter, „Die Heimwehfabrik“4 zeigt Draaisma, dass Kindheitserinnerungen vor allem im Alter von etwa 70 Jahren plötzlich wieder auftauchen. Dies passiert zu einem Zeitpunkt, an dem das Gedächtnis an neuere Erlebnisse nachlässt, und dagegen die frühesten Erlebnisse, an die man sich jahrzehntelang vorher nicht erinnert hat, mit neuer Intensität zurückkommen. Dabei bewirkt dieser „Reminiszenzeffekt“, wie die Rückkehr alter Erinnerungen in der Fachsprache der Psychologie genannt wird, dass auch ungewollte Erinnerungen an die Kindheit wieder erwachen, denn auch die schmerzlichen Erfahrungen von früher kehren mit derselben Intensität zurück, so dass man den Kindheitsschmerz von ehemals emotional ein zweites Mal erlebt.5

Bei den Schriftstellerinnen Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Carmen Sylva (1843-1916) und Lily Braun (1856-1916), deren Todesjahr sich 2016 zum hundertsten Mal jährt, kann man auch von einem Reminiszenzeffekt in ihren veröffentlichten Kindheitserinnerungen sprechen. Insbesondere ist dies bei den zwei älteren festzustellen: Carmen Sylva beginnt mit 60 Jahren ihre Erinnerungen an die in Neuwied verbrachte Kindheits- und Jugendzeit zu schreiben und sie ist 65 Jahre alt beim Erscheinen ihres Bandes „Mein Penatenwinkel“; Ebner-Eschenbach ist 75 Jahre alt bei der Erstauflage ihrer „biographischen Skizzen“ „Meine Kinderjahre“6; nur die jüngere Lily Braun ist erst 43 Jahre alt, als sie ihre als Roman bezeichneten „Memoiren einer Sozialistin“7 verfasst und in dem ersten Band „Lehrjahre“ ihre Kindheit und Jugendjahre erzählt.

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Aus der Einleitung zum Band in Vorbereitung:

„Heimweh ist Jugendweh“. Kindheits- und Jugenderinnerungen der Elisabeth zu Wied (Carmen Sylva). Herausgegeben, kommentiert und eingeleitet von Silvia lrina Zimmermann und Bernd Willscheid, [Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva – Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 4], Stuttgart: ibidem-Verlag, erscheint 2016.

http://www.carmensylva-fwa.de/publ/fscsfwa04.html

Anmerkungen:

1 Marie von Ebner-Eschenbach: Meine Kinderjahre. Biographische Skizzen, Berlin: Verlag von Gebrüder Paetel, 1906, S. 42-43.

2 Carmen Sylva: Mein Penatenwinkel, Erster Band, Frankfurt am Main: Minjon, 1908, S. 191.

3 Lily Braun: Memoiren einer Sozialistin. Lehrjahre, München: Albert Langen Verlag, 1909, im Folgenden zitiert nach der Ausgabe in: Lily Braun, Gesammelte Werke, Berlin-Grunewald: Verlagsanstalt Hermann Klemm, Bd. 2, S. 343.

4 Drouwe Draaisma: Die Heimwehfabrik. Wie das Gedächtnis im Alter funktioniert. Aus dem Niederländischen von Verena Kiefer, Berlin: Verlag Galiani, 2011.

5 Ebd., S. 11-12.

6 Carmen Sylva: Mein Penatenwinkel, Erster Band, Frankfurt am Main: Minjon, 1908. Marie von Ebner-Eschenbach: Meine Kinderjahre. Biographische Skizzen, Berlin: Verlag von Gebrüder Paetel, 1906.

7 Lily Braun: Memoiren einer Sozialistin. Lehrjahre, München: Albert Langen Verlag, 1909.

elisabeta-portpopular„Ah, Rinul, Rinul! Întreaga mea viaţă i-am purtat dorul. Şi totuşi, astăzi mi-ar fi dor de România, dacă ar trebui să o părăsesc. Dor de soarele ei, de carele cu boi, de limba românească, de arşiţa orientală şi de oamenii cu care am trăit împreună aici timp de treizeci ani.“ (martie 1900)

Elisabeta de Wied, prima Regină a României (Carmen Sylva), 1843-1916

 

Traducere în româneşte: Silvia Irina Zimmermann. Textul original publicat în:

Hans-Jürgen Krüger: Briefe Carmen Sylvas im Fürstlich Wiedischen Archiv in Neuwied

carmen sylva im kontext zimmermann binder-iijimaIn: Silvia Irina Zimmermann und Edda Binder-Iijima (Hg.): “Ich werde noch vieles anbahnen”. Carmen Sylva, die Schriftstellerin und erste Königin von Rumänien im Kontext ihrer Zeit. [Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva – Fürstlich Wiedisches Archiv Band 2], Stuttgart: ibidem-Verlag, 2015.

 

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„Die Hexe“: Versepos Carmen Sylvas zu einer Statue von Carl Cauer (Bildcollage: Silvia Irina Zimmermann).

 

„Die Hexe“ ist ein Versepos von Carmen Sylva (Schriftstellername der Elisabeth zu Wied, Königin von Rumänien, 1843-1916) zu einer Statue des Bildhauers Carl Cauer (1828-1885). Es erschien 1882 im Berliner Verlag Alexander Duncker mit einer Grafik der Statue Cauers auf dem Frontispiz des Buches.

In einem Brief vom 4. September 1882 (als Ausschnitt in der Bildcollage zu sehen) sandte Königin Elisabeth eine Handschrift ihrer Dichtung an den Bildhauer Carl Cauer nach Bad Kreuznach zu.

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Gegenwärtig wird die Statue Carl Cauers wird in der Alten Nationalgalerie in Berlin aufbewahrt (Details zur Statue im Bildarchiv Foto Marburg. Bild der Statue Cauers auf Wikipedia).

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Buchprojekt:

Silvia Irina Zimmermann: Carmen Sylva – Bilder einer Königin. Leben und Werk in Selbstzeugnissen, Zeitdokumenten und in Fotografien des Fürstlich Wiedischen Archivs. [Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva – Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 5], erscheint 2016.

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Bibliografie:

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Carmen Sylva: Gedanken einer Königin – Les pensées d’une reine.  Gesammelte Aphorismen in deutscher und französischer Sprache und Epigramme der Königin Elisabeth von Rumänien, geb. Prin­zessin zu Wied (1843-1916). Herausgegeben und mit einem Vorwort von Silvia Irina Zimmermann, mit Fotografien aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv (Neuwied), ibidem-Verlag Stuttgart, 2012, 440 Seiten, ISBN 978-3-8382-0385-0.

Silvia Irina Zimmermann: Unterschiedliche Wege, dasselbe Ideal: Das Königsbild im Werk Carmen Sylvas und in Fotografien des Fürstlich Wiedischen Archivs. Mit einem Vorwort von Dr. Hans-Jürgen Krüger. Band 1, Stuttgart: ibidem-Verlag, 2014, 345 S., 205 Abbildungen (schwarz-weiß), ISBN 978-3-8382-0655-4.

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