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Melancolie”, prima poezie a lui Mihai Eminescu publicată în Germania, a apărut în revista „Die Gegenwart” în 1878. Poezia a fost tradusă de Elisabeta a României (viitoarea regină a României, consoartă a Regelui Carol I şi scriitoare cunoscută sub pseudonimul Carmen Sylva), care îşi semnază primele traduceri de poezie românească cu anagrama E. Wedi (după numele Elisabeta de Wied).

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In 1881 Regina Elisabeta publică împreună cu scriitoarea germană Mite Kremnitz un volum de traduceri de poezie românească sub titlul „Rumänische Dichtungen” (Poezii româneşti), care cuprinde în mare majoritate poezii de Vasile Alecsandri, Mihai Eminescu şi Dimitrie Bolintineanu.

Volumul nu apare întâmplător în anul 1881, anul proclamării Regatului României, Regina Elisabeta dorind să atragă cititorilor de limbă germană atenţia asupra noii ţări apărute pe harta Europei şi să le facă astfel cunoscute literatura şi cultura României.

Silvia I. Zimmermann

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Bibliografie:

cspoeta

Silvia Irina Zimmermann: Regina poetă Carmen Sylva. Literatura în serviciul Coroanei, cu o prefaţă de A.S.R. Principele Radu al României, traducere din germană de Monica Livia Grigore, cu numeroase ilustraţii din Arhiva Princiară de Wied din Neuwied, Editura All, Bucureşti, 2013, ISBN 978-606-587-066-6.

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„Das Schlimmste, das einer werden wollen kann, ist Dichter! Der stirbt ganz gewiß Hungers. Man muß stets einen Broterwerb haben, und daneben kann man dann im Stillen ein Dichter werden, meist ohne es zu wissen, das muß von selbst kommen! […]

Aber aus dem Dichten einen Broterwerb machen zu wollen, das ist ein unglückseliger Gedanke! Das ist wie Schürfen! Man weiß nie, wie lang und tief die Ader ist und muß oft einen begonnenen Schacht stehen lassen, weil man nichts mehr darin findet. […]

Man hat immer Zeit, neben seinem Beruf zum Broterwerben, noch ein Dichter zu werden, denn wozu einen der Geist treibt, dazu findet man immer Zeit, und da braucht man keine Hochschule, da die Bücher die beste Hochschule sind, und der echte Dichter am besten ganz allein mit sich selbst und der heiligen Natur lernt! […]

Sogar bei jeder Kunst ist soviel Materielles; wieviel Stunden muß der Maler Falten malen oder Dekoratives, der Musiker Partituren abschreiben!

Nur der Dichter hat keine Stunde materieller Arbeit, darum kann er auch unmöglich den ganzen Tag bei seiner Arbeit bleiben. Drei bis vier Stunden ist vollauf genug für die Feder, und warum sollte er nicht den übrigen Tag in andrer Weise dienen dürfen? Denn selbst Abschreiben seiner Sachen ist ein beständiges Korrigieren, also gar keine Handarbeit, sondern immer Gehirnanspannung.”

Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien, geb. Prinzessin zu Wied, 1843-1916).

Aus: „Geflüsterte Worte” (Bd.2, 1906)

Textauswahl: Silvia Irina Zimmermann

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Die erste deutsche Übersetzung eines Gedichts des rumänischen Dichters Mihai Eminescu,  „Melancholie”, erschien in der Zeitschrift „Die Gegenwart” vom 20. Juli 1878 und stammt von Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva), die hier mit dem Pseudonym E. Wedi unterzeichnete:

Proben neuester rumänischer Lyrik nach den Originalen ins Deutsche übertragen von E. Wedi

Melancholie

Mir war’s, als ob sich Wolken zu einem Thor geweitet,
Durch das die bleiche Todte, der Nächte Kön’gin schreitet.
O schlaf’, o schlaf’ in Frieden, wo tausend Fackeln flimmern,
Im blauen Grab, da silbern die Leichentücher schimmern,
Im hehren Mausoleum, vom Himelsdom gemacht,
Anbetungswürd’ge, sanfte Beherrscherin der Nacht!
In ungemess’nen Weiten steht Welt, von Reif umschlossen,
Der Dorf und Felder leuchtend mit Schleiern übergossen.
Die Lüfte funkeln, glitzern, und wie in Kalk getaucht,
Sind fern im Feld Ruinen vom Lichte angehaucht.
Mit krummen Krezen wachet der Kirchhof nur zuletzt;
Dort hat sich eine Eule auf eines still gesetzt.
Es kracht der Thurm, die Toca berührt die Säule, leise,
Durchsichtig zieht der Nachtgeist dahin auf luft’ger Reise.
Wenn seine Flügelspitzen der Glocke Erz berühren,
Kannst du darin ein Jammern, ein wimmernd Klagen spüren.

Ehrwürdig steht und schaurig,
In Trümmern, stumm, verödet die alte Kirche traurig,
Wie pfeift’s durch hohle Fenster, durch die geborst’ne Pforte; –
Es spukt im Gotteshause, dir war’s, du hörest Worte.
Von Bildern auf den Säulen, der Tür, dem Heil’genschreine,
Blieb kaum ein düst’rer Schatten, ein Umriß noch alleine.
Als Priester spinnt die Grille Gedanken grundlos fein,
Als Cantor pickt der Holzwurm in morsche Wand sich ein.

Der Glaube malt die Bilder an Gotteshauses Wände,
Und goß in meine Seele der Feenmärchen Spende.
Doch von des Schicksals Schreiten und von des Lebens Wogen
Ist Alles bis auf Schatten und Umrisse verflogen.
Im müden Hirne such’ ich vergebens menine Welt,
In welchem heiser, herbstlich die Grille Umgang hält;
Und wenn auf’s kranke Herze die Hand ich drücken will,
Dann pocht es wie der Holzwurm im Sarge, leis’ und still.
Und denk’ ich an mein Leben, scheint mir’s von fremdem Munde
Erdachte und dann wiedererzählte, fremde Kunde.
Als wenn es nicht mein Leben, nicht ich gewesen wär’ –
Wer ist’s nur, der mir’s leise, auswendig saget her?
So daß mein Ohr muss lauschen, doch wie bei fremdem Leid
Ich lächeln kann, mir scheinet, ich starb vor langer Zeit.
Eminesco

[Mihai Eminescu]

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eminesco-ewediPrima traducere publicată în Germania din opera lui Mihai Eminescu aparţine Reginei Elisabeta a României (Carmen Sylva).

Poezia „Melancolie” a apărut în revista „Die Gegenwart” din 20 iulie 1878 sub pseudonimul E. Wedi.

(fotomontaj: Silvia I. Zimmermann)

Fotocollage mit Ausscnitte aus der Zeitschrift "Die Gegenwart" (1878) und zeitgenössische Porträts von Mihai Eminescu und Fürstin Elisabeth von Rumänien (Pseudonyme: E.- Wedi / Carmen Sylva)

Fotocollage mit Ausscnitte aus der Zeitschrift “Die Gegenwart” (1878) und zeitgenössische Porträts von Mihai Eminescu und Fürstin Elisabeth von Rumänien (Pseudonyme: E.- Wedi / Carmen Sylva)

Collage: S.I. Zimmermann

Fragmente de pagini din revista “Die Gegenwart” (1878)

Portretele (M. Eminescu, Carmen Sylva): wikimedia commons.

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