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Posts Tagged ‘hohenzollern’

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„Mancher Künstler hat es heutzutage besser als ein König, erfährt mehr Anerkennung und Bewunderung, kann mehr tun was ihn freut, darf sich dem ergeben was seine Aufgabe ist und was er am besten und liebsten tut. Hingegen kann der Fürst ein geborener Künstler von Gottesgnaden sein, so muß er sogar dieses Heiligste seinem Volke opfern, wenn er es nicht heimlich wie ein Dieb bei der Nacht ausübt, muß harte Arbeit tun, die seiner Natur vollkommen zuwider ist und Keiner dankt ihm dafür. Die Völker brauchen keinen Violinkünstler, keinen Bildhauer auf dem Thron. Dichter darf er vielleicht sein, das haben David und Salomon bewiesen.“

Carmen Sylva – Elisabeth zu Wied. Königin von Rumänien (1843-1916)
Aus dem Essay: Warum braucht man Könige? [1910],
in: Das Königsbild in Carmen Sylvas Werk… (2014)

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carmen sylva regina elisabeta românia königin elisabeth rumänien wied literatur silvia irina zimmermannSilvia Irina Zimmermann: Unterschiedliche Wege, dasselbe Ideal: Das Königsbild im Werk Carmen Sylvas und in Fotografien des Fürstlich Wiedischen Archivs. Mit einem Vorwort von Dr. Hans-Jürgen Krüger. Band 1, Stuttgart: ibidem-Verlag, 2014, 345 S., 205 Abbildungen (schwarz-weiß), ISBN 978-3-8382-0655-4.

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De ce înfiptă pe coroană
O cruciuliţă stă de pază?
De ce? Fiindcă fruntea‑naltă
Spini împletiţi o‑ncununează.

Căci răstignit întotdeauna
E robul falnicei coroane,
Și mâinile îi sunt bătute
Ca și picioarele‑n piroane.

El trebuie să-şi poarte crucea
Pân’ bate ceasul cel din urmă,
Chiar dacă pașii sângerează
Și umerii răniţi îi curmă.

P‑alături are‑ntotdeauna
Tâlhari porniţi spre ponegrire
Și‑i stau femei cu ochii‑n lacrimi
Cerșind o vorbă de iubire.

Oţet şi fiere i se‑mbie
Să bea: invidie și ură,
Și suliţa străpunsă‑n coapsă
Cu chinul morţii o îndură.

Dar nu se iartă nimănuia
Ca să sărute‑această cruce,
Ci pururea ea sus plutește,
Din depărtare doar străluce

Ca‑n vălmășagul din războaie
Un mândru steag al biruinţii,
Ca steaua călăuzitoare
În noaptea neagră a suferinţii…

Fă din coroana ta măreaţă
Altar neprihănit, la care
Copiii lumii să alerge,
Evlavioși, spre închinare.

Un templu unde‑obijduiţii
Și cei făr’ adăpost s‑ar strânge,
Spre‑a fi spălaţi de orice vină
Cu purpurul cel jalnic: sânge!

Fă din hotarele coroanei
Nemărginită îndurare,
În rătăcirea fără margini
A lumii, farul de scăpare;

Și purtător, sfârșit de trudă,
Jertfește-ţi sângele, sărmane,
Căci Dumnezeu ţi‑a smulge ghimpii,
Ţi‑a scoate cuiele din rane.

***

Traducere de Şt. O. Iosif.

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Silvia Irina Zimmermann: Regele Carol I în opera Reginei Elisabeta (2014)

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Carol I şi Elisabeta pe terasele Castelului Peleş (în vara anului 1914)
Carol I und Elisabeth auf den Terassen von Schloss Pelesch (im Sommer, 1914)

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Fotografien aus: P. Lindenberg, König Karl von Rumänien (1923).

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Märchen und Geschichten von Carmen Sylva neu herausgegeben

Rezension von Dr. Michael Kroner in: Siebenbürgische Zeitung, 5. September 2014

 

Carmen Sylva. Pelesch-Märchen, Edition Noema, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8382-0465-9.

Aus Carmen Sylvas Königreich. Gesammelte Märchen und Geschichten für Kinder und Jugendliche von Carmen Sylva (Königin von Rumänien, geborene Prinzessin zu Wied, 1843-1916).

Band I: Rumänische Märchen und Geschichten, ISBN: 978-8382-0482-0475-8;

Band II: Märchen einer Königin, ibidem-Verlag, Stuttgart 2013, 978-8382-0482-0485-7.

Alle Bände herausgegeben und mit einem Nachwort oder Vorwort versehen von Silvia Irina Zimmermann.

 

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„Silvia Irina Zimmermann (geboren 1970 in Hermannstadt) ist zurzeit die bedeutendste Literaturwissenschaftlerin, die sich mit Leben und Werk von Carmen Sylva beschäftigt. Sie hat 1996 an der Universität von Marburg über Carmen Sylva promoviert und seither zahlreiche Bücher über die Dichterkönigin Rumäniens veröffentlicht. Zimmermann ist auch die Initiatorin und Leiterin der 2013 gegründeten „Forschungsstelle Carmen Sylva“ des Fürstlich Wiedischen Archivs von Neuwied, die das Andenken an Elisabeth zu Wied pflegt. Zweck der Forschungsstelle ist die Förderung der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Carmen Sylvas Leben und Werk und ihrer Wirkung im kulturellen Kontext ihrer Zeit sowie die Vermittlung von Forschungsergebnissen an eine breite Öffentlichkeit. Dies geschieht durch wissenschaftliche Tagungen und Veröffentlichungen. Wie bereits 2011 von Zimmermann angekündigt, erschienen nun im Rahmen dieser Vorhaben die Märchen der dichtenden Königin in drei Bänden.“

Pelesch-Märchen

„Carmen Sylva hat nicht die rumänischen Volkssagen über diese Naturerscheinungen einfach nacherzählt, sondern, wie Zimmermann betont, „kleine Kunstwerke“ geschaffen, in denen sie auf originelle und anschauliche Weise eigene Phantasie mit übernommen Motiven der Volksliteratur verbindet und den Eindruck erweckt, eine rumänische überlieferte Geschichte zu vermitteln. Der Pelesch-Bach gewinnt dabei an Bedeutung, da nach ihm die an seinem Lauf gebaute Sommerresidenz der rumänischen Könige in Sinaia benannt wurde. Er wurde dadurch zum Symbol der neuen hohenzollerischen Dynastie in Rumänien.“

Aus Carmen Sylvas Königreich. Band I: Rumänische Märchen und Geschichten

„Wer in Rumänien gelebt hat, der kennt diese [rumänischen] Sagen zum Teil aus dem Alltag, vor allem aus dem Geschichts- oder Literaturunterricht, so beispielsweise die Sage vom Meister Manole, dem Baumeister der Klosterkirche von Curtea des Argeș, die Sage von der Mutter des moldauischen Fürsten Stefan des Großen, die ihn in die Burg von Suceava nicht einlässt, weil sie meint, ihr Sohn kehre nie besiegt vom Schlachtfeld heim, oder die Ballade vom Hirten und seinem Schäfchen Mioritza. Carmen Sylva ergänzt diese Sagen durch eigene Betrachtungen sowie Verbindungen zum Rheinland und gewährt ihnen dadurch einen besonderen Reiz.“

Aus Carmen Sylvas Königreich. Band II: Märchen einer Königin

„In den Märchen [einer Königin] werden die erzieherischen und moralischen Anliegen der Dichterin vermittelt. Die Herausgeberin nennt die Vermittlung von Werten wie Pflichtgefühl, Fleiß, Hilfe und Selbsthilfe, Arbeit, Fürsorge und Nächstenliebe, Wertschätzung anderer, insbesondere behinderter bzw. körperlich benachteiligter Menschen, Mutterliebe, Behandlung unehelicher Kinder, Kritik des Neides u.a. Dazu hat die Dichterin allerlei Geschichten erfunden. Es sind zum Teil anspruchsvolle Texte, die man aber mit Genuss liest. Und man sollte sie, wenn ein gedruckter Text vorhanden ist, nicht erzählen, sondern wegen der bezaubernden und einfühlsamen Sprache vorlesen.“

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Link zum vollständigen Text der Rezension: Siebenbürgische Zeitung

 

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Neuausgaben der Märchen von Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien):

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Aus Carmen Sylvas Königreich. Gesammelte Märchen und Geschichten für Kinder und Jugendliche von Carmen Sylva. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Silvia Irina Zimmermann, mit Abbildungen aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied, 2 Bände (Band 1: Rumänische Märchen und Geschichten, Band 2: Märchen einer Königin), Stuttgart, ibidem-Verlag, 2013.

Carmen Sylva, Pelesch-Märchen. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Silvia Irina Zimmermann, mit Abbildungen aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied, Stuttgart, ibidem-Verlag, 2013.

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