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Posts Tagged ‘meine ruh’

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In dem Grundstein von Castel Pelesch / La temelia Castelului Peleş

Carmen Sylva
Regina Elisabeta a României (1843-1916)
Elisabeth zu Wied. Königin von Rumänien

* * *
Carmen Sylva: „Meine Ruh’“ (1884)

„Poezii din Carmen Sylva”, traducerea în româneşte de A. Maniu (1936).

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Carmen-Sylva-Mama

Mutter
Der schönste Nam’ im Erdenrund,
Das schönste Wort in Menschenmund
Ist: Mutter!
Ja, keines ist so tief und weich,
So ungelehrt gedankenreich,
Als: Mutter!
Und hat es wohl so große Macht,
Weil es von Kinderlippen lacht:
Die Mutter!
Weil es aus Kinderaugen winkt,
Weil es in Kinderherzen singt:
Die Mutter!
Ja, wem auch dieses Wort erklang,
Hat hohe Würde lebenslang,
Als Mutter!
Und die’s besessen und entbehrt,
Der ist das Erdenglück verwehrt,
Der Mutter!

 

* * *

 

Mamă

 

Cuvânt mai drag, mai dulce nu-i
In dragul grai al omului
Ca: Mamă!
Atât de-adânc şi-atât de blând,
Nemăiestrit – şi plin de gând
Ca: Mamă!
Au cine-i dă atât fior
Când prunci cu gurile bujor
Zic: Mamă?
De vină-s obrăjorii plini?
Ori ochii dragi –, că din lumini
Râd: Mamă?
Oricui i-a fost odată spus –
Eu nu ştiu cinste mai presus:
E mamă!
Iar cui s-a stins, si-i duce dor –
Pornească-şi plănsul ochilor…
Plângi –­ mamă!…
* * *
Quelle/ Sursa:
Carmen Sylva: Meine Ruh’, Berlin: Duncker, 1884.
Carmen Sylva: Versuri, traduse de A. Toma, Bucureşti: Socec, 1897.

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carmensylva-meer-der-kunst

Du fieberst, Du bist matt von Wunden,
Die Dir das Leben hat geschlagen,
Du kannst die Last nicht mehr ertragen,
Von langer Tage langen Stunden.

Du warst verschmachtend festgebunden,
Nun fühlst die Glieder Du versagen,
Dein müder Mund verlernt das Klagen –
Im Meer der Kunst sollst Du gesunden.

Tauch ein in die gewaltge Flut,
Sie strömt so klar, sie glänzt so heiter,
Dir wächst das Herz, Dir schwillt der Mut.

Tauch ein, erstarke, müder Streiter!
In Deinen Adern neues Blut,
Du bist verjüngt und lebest weiter.

* * *

Carmen Sylva: Meine Ruh‘, Bd. 1: Höhen und Tiefen, (1901).

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Kollwitz trauernde ElternDie Mutter kniet am stillen Bett,
Ganz still, beim toten Sohn,
Noch eben klang sein Abschiedswort
In weichem Flüsterton.

Es spielt ein friedlich Lächeln noch
Um seinen bleichen Mund,
Vorbei ist Schmerz und Pein – er schläft,
Ist ewig und gesund.

Der Vater steht an Bettes Fuß
Und weint in grauen Bart;
Sie schweigen; nur die Mutter reibt
Dem Sohn die Hände zart.

Zwei lange Stunden streicht sie so
Die abgezehrte Hand,
Und schaut zum letzten Mal sich satt
Am Antlitz, unverwandt.

Doch endlich spricht der Mann zu ihr:
Was streichst Du mit Gewalt
Ihm seine toten Hände noch?
Sie spricht: sie werden kalt!

Aus: Carmen Sylva, Meine Ruh‘, 1884/1901.

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