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Märchen und Geschichten von Carmen Sylva neu herausgegeben

Rezension von Dr. Michael Kroner in: Siebenbürgische Zeitung, 5. September 2014

 

Carmen Sylva. Pelesch-Märchen, Edition Noema, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8382-0465-9.

Aus Carmen Sylvas Königreich. Gesammelte Märchen und Geschichten für Kinder und Jugendliche von Carmen Sylva (Königin von Rumänien, geborene Prinzessin zu Wied, 1843-1916).

Band I: Rumänische Märchen und Geschichten, ISBN: 978-8382-0482-0475-8;

Band II: Märchen einer Königin, ibidem-Verlag, Stuttgart 2013, 978-8382-0482-0485-7.

Alle Bände herausgegeben und mit einem Nachwort oder Vorwort versehen von Silvia Irina Zimmermann.

 

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„Silvia Irina Zimmermann (geboren 1970 in Hermannstadt) ist zurzeit die bedeutendste Literaturwissenschaftlerin, die sich mit Leben und Werk von Carmen Sylva beschäftigt. Sie hat 1996 an der Universität von Marburg über Carmen Sylva promoviert und seither zahlreiche Bücher über die Dichterkönigin Rumäniens veröffentlicht. Zimmermann ist auch die Initiatorin und Leiterin der 2013 gegründeten „Forschungsstelle Carmen Sylva“ des Fürstlich Wiedischen Archivs von Neuwied, die das Andenken an Elisabeth zu Wied pflegt. Zweck der Forschungsstelle ist die Förderung der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Carmen Sylvas Leben und Werk und ihrer Wirkung im kulturellen Kontext ihrer Zeit sowie die Vermittlung von Forschungsergebnissen an eine breite Öffentlichkeit. Dies geschieht durch wissenschaftliche Tagungen und Veröffentlichungen. Wie bereits 2011 von Zimmermann angekündigt, erschienen nun im Rahmen dieser Vorhaben die Märchen der dichtenden Königin in drei Bänden.“

Pelesch-Märchen

„Carmen Sylva hat nicht die rumänischen Volkssagen über diese Naturerscheinungen einfach nacherzählt, sondern, wie Zimmermann betont, „kleine Kunstwerke“ geschaffen, in denen sie auf originelle und anschauliche Weise eigene Phantasie mit übernommen Motiven der Volksliteratur verbindet und den Eindruck erweckt, eine rumänische überlieferte Geschichte zu vermitteln. Der Pelesch-Bach gewinnt dabei an Bedeutung, da nach ihm die an seinem Lauf gebaute Sommerresidenz der rumänischen Könige in Sinaia benannt wurde. Er wurde dadurch zum Symbol der neuen hohenzollerischen Dynastie in Rumänien.“

Aus Carmen Sylvas Königreich. Band I: Rumänische Märchen und Geschichten

„Wer in Rumänien gelebt hat, der kennt diese [rumänischen] Sagen zum Teil aus dem Alltag, vor allem aus dem Geschichts- oder Literaturunterricht, so beispielsweise die Sage vom Meister Manole, dem Baumeister der Klosterkirche von Curtea des Argeș, die Sage von der Mutter des moldauischen Fürsten Stefan des Großen, die ihn in die Burg von Suceava nicht einlässt, weil sie meint, ihr Sohn kehre nie besiegt vom Schlachtfeld heim, oder die Ballade vom Hirten und seinem Schäfchen Mioritza. Carmen Sylva ergänzt diese Sagen durch eigene Betrachtungen sowie Verbindungen zum Rheinland und gewährt ihnen dadurch einen besonderen Reiz.“

Aus Carmen Sylvas Königreich. Band II: Märchen einer Königin

„In den Märchen [einer Königin] werden die erzieherischen und moralischen Anliegen der Dichterin vermittelt. Die Herausgeberin nennt die Vermittlung von Werten wie Pflichtgefühl, Fleiß, Hilfe und Selbsthilfe, Arbeit, Fürsorge und Nächstenliebe, Wertschätzung anderer, insbesondere behinderter bzw. körperlich benachteiligter Menschen, Mutterliebe, Behandlung unehelicher Kinder, Kritik des Neides u.a. Dazu hat die Dichterin allerlei Geschichten erfunden. Es sind zum Teil anspruchsvolle Texte, die man aber mit Genuss liest. Und man sollte sie, wenn ein gedruckter Text vorhanden ist, nicht erzählen, sondern wegen der bezaubernden und einfühlsamen Sprache vorlesen.“

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Link zum vollständigen Text der Rezension: Siebenbürgische Zeitung

 

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Neuausgaben der Märchen von Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien):

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Aus Carmen Sylvas Königreich. Gesammelte Märchen und Geschichten für Kinder und Jugendliche von Carmen Sylva. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Silvia Irina Zimmermann, mit Abbildungen aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied, 2 Bände (Band 1: Rumänische Märchen und Geschichten, Band 2: Märchen einer Königin), Stuttgart, ibidem-Verlag, 2013.

Carmen Sylva, Pelesch-Märchen. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Silvia Irina Zimmermann, mit Abbildungen aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied, Stuttgart, ibidem-Verlag, 2013.

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„Deutsche Märchen der ersten Königin Rumäniens. Carmen Sylvas Pelesch-Märchen als interkulturelle Literaturdokumente“.

Rezension von Dr. Markus Fischer in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien, 21. Februar 2014:

„Im Stuttgarter ibidem-Verlag erscheinen seit einigen Jahren lesenswerte sekundärliterarische Werke über sowie primärliterarische Werke von Carmen Sylva.“

„Eine Studie von Silvia Irina Zimmermann über die dichtende Königin, ihre Selbstmythisierung und ihre prodynastische Öffentlichkeitsarbeit durch Literatur setzt sich mit der durchaus modern zu nennenden Schreibstrategie Carmen Sylvas literaturwissenschaftlich auseinander. Silvia Irina Zimmermann, 1970 in Hermannstadt/Sibiu geboren, 2003 an der Universität Marburg promoviert und Gründungsmitglied der 2012 ins Leben gerufenen „Forschungsstelle Carmen Sylva Fürstlich Wiedisches Archiv“, fungiert außerdem als Herausgeberin zahlreicher literarischer Werke der Gattin König Karls I. von Rumänien. Bislang erschienen, ebenfalls im ibidem-Verlag, unter dem Titel „Gedanken einer Königin – Les pensées d’une reine“ gesammelte Aphorismen in deutscher und französischer Sprache sowie Epigramme Carmen Sylvas, ferner eine zweibändige Anthologie mit Märchen und Geschichten für Kinder und Jugendliche, ebenfalls aus der Feder Königin Elisabeths. Sowohl von der Aphorismen- als auch von der Märchensammlung gibt es im ibidem-Verlag außerdem schlankere Versionen mit den Titeln „Gedanken einer Königin“ und „Pelesch-Märchen“. Zu letzterer Märchenedition hat die Herausgeberin Silvia Irina Zimmermann auch eine eigene, 2011 erschienene wissenschaftliche Studie mit dem Titel „Der Zauber des fernen Königreichs“ beigesteuert.“

„Aufgrund ihrer besonderen Sprache und ihres spezifischen Lokalbezugs sind Carmen Sylvas Pelesch-Märchen für die unterschiedlichsten Lesergruppen gleichermaßen interessant: für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Deutsche und Rumänen, für Karpatenwanderer, Heimat- und Naturverbundene, Literaturinteressierte sowie für Freunde jeder Art von Kulturbegegnung.“

Bücher über die Schriftstellerin Carmen Sylva
und Neuausgaben aus ihrem Werk:
www.carmen-sylva.de/literatur.htm

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Literatur als prodynastische Öffentlichkeitsarbeit

Rezension von Gabriele Samietz in Deutsch-Rumänische Hefte (Caiete Româno-Germane), Halbjahresschrift der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft (Publicatie semestriala a Societatii Germano-Române),

Jahrgang XIV, Heft 2, 2011

zum Buch:

Silvia Irina Zimmermann: “Die dichtende Königin. Elisabeth, Prinzessin zu Wied, Königin von Rumänien, Carmen Sylva (1843-1916). Selbstmythisierung und prodynastische Öffentlichkeitsarbeit durch Literatur“, ibidem-Verlag Stuttgart 2010, 482 Seiten,ISBN: 978-3-8382-0185-6.

„So füllt das 2010 in Stuttgart erschienene Buch der Germanistin Silvia Irina Zimmermann „Die dichtende Königin“ in mehrfacher Hinsicht eine Lücke. Es handelt sich um ihre Dissertation, die sie an der Universität Marburg verteidigt hat. Dankenswerterweise hat Frau Zimmermann in ihrer Studie das literarische Gesamtwerk Carmen Sylvas untersucht. Sie beschränkt sich aber nicht auf der Analyse der Prosa und Lyrik, sondern stellt das Werk in einen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang. Sie untersucht, inwiefern das schriftstellerische Werk Carmen Sylvas von der Biografie der Königin geprägt und ob und wie es unter dem Aspekt literarischer Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache und für die Dynastie in Rumänien zu betrachten ist. Auch analysiert sei die in den Dichtungen vermittelte Weltanschauung. Die Arbeit wird besonders interessant und verdienstvoll, weil die Autorin das vielseitige Gesamtwerk der schriftstellernden Königin kulturgeschichtlich und literarhistorisch einordnet.“

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Recenzie de Mircea M. Pop în revista Hyperion, nr. 4-5-6, 2011, pag. 197-198.

“Cercetătoarea vorbeşte pe drept despre un stil naiv amestecat la Carmen Sylva. Prin opera sa regina-scriitoare făcea propagandă pentru regatul românesc şi dinastie, se automitiza ca regină umanitară, făcea reclamă pentru torn şi încerca să mijlocească încredere în monarhie.

În concluzie, este vorba despre două lucrări ştiinţifice deosebit de complete şi complexe, care scot în mod obiectiv la lumină personalitatea scriitoarei Carmen Sylva cu luminile şi umbrele ei şi care ar merita cu prisosinţă să fie traduse şi publicate în ţară sau, cel puţin, să se găsească o editură care să negocieze cu cercetătoarea de origine română în vederea realizării de către aceasta a unei lucrări de sinteză.”

Cititi articolul întreg:  Hyperion_4562011 (PDF, 85 KB)

Link revista Hyperion, nr. 4-5-6, 2011 (PDF 12,3 MB)

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