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carmensylvafwa-bd04Silvia Irina Zimmermann und Bernd Willscheid (Hg.): Heimweh ist Jugendweh. Kindheits- und Jugenderinnerungen der Elisabeth zu Wied (Carmen Sylva).

Mit einem Vorwort I.D. Isabelle Fürstin zu Wied.

[Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva – Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 4], Stuttgart: ibidem-Verlag, 335 S., 2016, ISBN: 978-3-8382-0814-5.

Details zum Band 4 der Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs.

Bestellmöglichkeit: in allen Buchhandlungen und direkt beim ibidem-Verlag.

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„… uns hat das Leben weit hinausgetragen, dahin wo Gott unsere Hände genommen und geführt hat. Aber unsere Herzen… kehren zurück. Darum sage ich denn, mein Rhein und mein Neuwied, da ich doch längst nicht mehr dazu gehöre…“

Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien, geb. Prinzessin zu Wied (1843-1916)

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carmen-sylva-kindheitserinnerungenSilvia Irina Zimmermann und Bernd Willscheid (Hg.): Heimweh ist Jugendweh. Kindheits- und Jugenderinnerungen der Elisabeth zu Wied (Carmen Sylva). Mit einem Vorwort I.D. Isabelle Fürstin zu Wied. [Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva – Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 4], Stuttgart: ibidem-Verlag, 2016.

 

 

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Aus: „Mein Rhein“, 1884.

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„Nun, was sagst du zu meinem Geschenk?“, fragte de Fee. „Gefällt es dir?“

„Ja“, sagte ich, „es gefällt mir, aber du hättest mir noch viel, viel größere Freude gemacht, wenn du mir ein Kaleidoskop gegeben hättest, das in den Herzen liest! Das Treiben auf den Straßen interessiert mich gar nicht so sehr, das kann ich mir denken, aber ich möchte gern sehen, was die Menschen denken und fühlen, so dass ich sie trösten kann und ihnen solche Dinge sagen, die ihnen wirklich Freude machen.“

„Das sollst du auch haben!“, lachte die Fee. „Du gefällst mir, man zeigt dir die ganze Welt, und du bist nicht zufrieden!“

„Die ganze Welt ist mir nichts gegen ein einziges Menschenherz, ich bin nicht neugierig und will keine Reisebeschreibungen schreiben, aber was die Menschen denken und fühlen, das will ich wissen und davon erzählen, denn sie machen den Mund zu und lassen ihre Augen nicht sprechen, und da kann ich nicht wissen, was in ihnen vorgeht. Ich will in ihr Innerstes hineinsehen, so, als wäre kein Schädel da und kein Riegel und kein Geheimnis.“

„O weh!“, sagte die Fee, „da wird es dir aber oft gar nicht gefallen.“

„Kann ich sehen, wen ich will?“

„Ja, das werde ich dich lehren, dass du sehen kannst, was und wen du willst, denn du irrst dich sehr, wenn du meinst, du wolltest nicht auch manchmal Städte und Orte sehen; wenn ich dir zeigen will, was deine Lieben machen, die weit fort sind, dann wirst du sehr zufrieden sein, deine Heimat, deinen Rhein, deinen Wald zu sehen, und was sie eben machen, und wäre es auch nur, dass sie um den Frühstückstisch sitzen und Zeitungen lesen!“

Und während sie so sprach, hielt sie mir wieder das Kaleidoskop vor, und ich sah wirklich alles, was sie versprochen hatte, und war so glücklich, als wenn ich mitten unter meinen Lieben und in meiner Heimat wäre: ich sah den Wald am Rhein, ich sah die alten Burgen, ich sah mein Schloss, in dem ich geboren bin, und das Waldhaus, das ‚Monrepos’ meine Ruhe, heißt und alle und alles! Ja, das war so große Freude, dass mir die Tränen in den Augen standen.

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Ausschnitt aus:

Carmen Sylva: Mein Kaleidoskop (Märchen einer Königin, 1901).

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Neuausgaben der Märchen Carmen Sylvas:

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Aus Carmen Sylvas Königreich. Gesammelte Märchen und Geschichten für Kinder und Jugendliche von Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien, geborene Prinzessin zu Wied, 1843-1916).
Herausgegeben und mit einem Vorwort von Silvia Irina Zimmermann, mit Abbildungen aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied, 2 Bände (Band 1: Rumänische Märchen und Geschichten, Band 2: Märchen einer Königin), Stuttgart: ibidem-Verlag, 2013, 798 Seiten, ISBN 978-3-8382-0495-6.

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